Dysphagie

Dysphagie

Dysphagie [dis-fa´jah]

Probleme beim SCHLUCKEN, auch als APHAGIE bekannt.

Dysphagie kann den Ernährungszustand stark beeinträchtigen. Maßnahmen wie texturmodifizierte Nahrung und Flüssigkeiten sowie Ernährung über eine Sonde können zwar das unmittelbare Problem lösen, behandeln jedoch nicht die zugrunde liegende Ursache.

Neurogene oro-pharyngeale Dysphagie ist die Schwierigkeit in der oralen oder pharyngealen Phase sicher zu Schlucken, verursacht durch unterschiedliche neurologische Erkrankungen wie z.B. Schlaganfall.

Patient

Es gibt zahlreiche Ursachen, u.a. Schlaganfall und andere neurologische Erkrankungen, lokales Trauma und Muskelläsionen sowie Tumoren oder andere Schwellungen, die den Durchgang der Nahrung teilweise blockieren. Der Zustand kann von leichten Beschwerden bis zu einem schwerwiegenden Zustand reichen, der die Steuerung der für das Kauen und Schlucken erforderlichen Muskeln unmöglich macht.

Phagenyx® wurde speziell für Patienten entwickelt, die an einer neurologischen Dysphagie leiden, also den Schluckvorgang nicht mehr steuern können. Neurologische Dysphagie kann viele Ursachen haben, oft ist sie jedoch auf eine Beschädigung der Nerven zurückzuführen, die für die Steuerung der Schluckmuskeln zuständig sind. Eine der häufigsten Ursachen dieser Nervenschädigung ist ein Schlaganfall.

Je nach herangezogener wissenschaftlicher Datenquelle tritt bei 30 bis 78% aller Schlaganfallpatienten während der ersten Tage oder Wochen nach dem Schlaganfall sowie bei 40 bis 81% aller erwachsenen Schlaganfallpatienten in der Rehabilitations- bzw. Genesungsphase eine Dysphagie auf mehr lesen. Einige leiden für den Rest ihres Lebens an Dysphagie.

Kreisstatistik

Inzidenz von Dysphagie reicht von 3 bis 62% der kritisch krank (ICU endotracheale Intubation) Patienten mehr lesen. Darüber hinaus ist Dysphagie bei tracheotomierten Patienten (50-83%) mehr lesen.

Dysphagie verursacht Probleme beim Essen oder Trinken. Diese Probleme können zu Husten- oder Erstickungsanfällen führen, da Nahrung oder Flüssigkeiten im Hals steckenbleiben oder den falschen Weg nehmen und in die Lunge anstatt in den Magen gelangen.

Der medizinische Fachausdruck für den Durchgang von Nahrung oder Flüssigkeiten in die Lunge ist „Aspiration“. Personen mit Dysphagie leiden typischerweise an immer wieder auftretenden Atemwegsinfektionen infolge von Nahrungs- oder Getränkepartikeln, die in die Lunge eintreten und dann eine Infektion verursachen. Dies kann zu einem ernsteren Zustand führen, der als aspirationsbedingte Lungenentzündung bezeichnet wird und oft mit längeren Krankenhausaufenthalten einhergeht. Diese Erkrankung kann sogar tödlich verlaufen.

Bleibt eine Dysphagie unbehandelt, können verschiedenste Komplikationen auftreten. Forschungsstudien haben gezeigt, dass Patienten mit einer Dysphagie infolge eines Schlaganfalls neben wiederkehrenden Atemwegsinfektionen und aspirationsbedingter Lungenentzündung mehr lesen auch länger im Krankenhaus bleiben müssen als Schlaganfallpatienten ohne Dysphagie mehr lesen. Ebenso benötigen sie öfter eine Ganztagspflege (etwa in einem Pflegeheim) mehr lesen. Und noch mehr können sie 3 mal höhere Sterblichkeitsrisiko mehr lesen und 7 mal höheres Morbiditätsrisiko mehr lesen.

Andere Studien haben gezeigt, dass Patienten mit Dysphagie häufiger eine Mangelernährung entwickeln. Darüber hinaus haben Menschen mit Dysphagie oft strenge Beschränkungen in der Textur und/oder Menge von Lebensmitteln und Getränken, die sie sicher schlucken können. Andere sind nicht in der Lage, irgendwelche Nahrungsmittel oder Getränke sicher zu schlucken und benötigen daher kurz- oder längerfristig eine Fütterung über eine Tube. Dies kann Auswirkungen auf die Freuden und sozialen Möglichkeiten der Mahlzeiten haben, mehr lesen und führen zu Gefühlen der Isolation, Verlust der Würde, Angst und Depression mehr lesen.

Die Komplikationen im Zusammenhang mit Dysphagie lassen die Gesundheitskosten aufgrund längerer Krankenhausaufenthalte in die Höhe steigen mehr lesen:

  • Behandlung von aspirationsbedingter Lungenentzündung mehr lesen
  • Legen von Ernährungssonden mehr lesen
  • Beurteilung der Schluckfunktion mehr lesen
  • Patienten brauchen Hilfe bei den Mahlzeiten sowie texturmodifizierte feste und/oder flüssige Nahrung mehr lesen

Die erhöhten Kosten gehen auch auf eine Ganztagspflege zurück, die Patienten mit Dysphagie oft benötigen mehr lesen.

Bisherige Forschungen haben gezeigt, dass eine Beschädigung der für die Schlucksteuerung und koordination zuständigen Hirnbereiche zu einer Schluckstörung führen kann mehr lesen.

Patienten gewinnen ihre normale Schluckfunktion in der Regel wieder zurück, weil die Zuständigkeit für die Schlucksteuerung von einem anderen Hirnbereich übernommen wird mehr lesen.

Dies tritt jedoch nicht bei jedem Patienten ein und bei jenen, die ihre Schluckfunktion nach einen Schlaganfall wiedergewinnen, kann dieser natürliche Gesundungsprozess unterschiedlich lange dauern.

Zudem ist es nicht möglich, zu Beginn vorauszusehen, welche Patienten sich von einer Schluckstörung nach einem Schlaganfall wieder erholen und welche nicht, oder wie lange dieser Genesungsprozess dauern wird.