Historie

1994

Prof. Dr. Shaheen Hamdy

Prof. Dr. Shaheen Hamdy, klinischer Wissenschaftler an der Universität Manchester und praktizierender Gastroenterologe, bediente sich bestimmter Hirnbildgebungstechniken, um die Rolle des Gehirns beim Schlucken zu untersuchen.

Prof. Dr. Hamdy wollte herausfinden, warum bei einigen Personen nach einem Schlaganfall Dysphagie auftrat, während andere normal schlucken konnten.

Dysphagie tritt bei 30 bis 78% aller erwachsenen Patienten mit akutem Schlaganfall und bei 40 bis 81% aller erwachsenen Schlaganfallpatienten in Rehabilitation auf mehr lesen.

1996

Bahnbrechende Entdeckung

Prof. Dr. Hamdy und sein Team waren die ersten, die mittels Hirnbildgebung die für die Schlucksteuerung zuständigen Hirnbereiche kartierten, und machten eine bahnbrechende Entdeckung.

Beide Hirnhälften sind an der Schlucksteuerung beteiligt, eine Hälfte ist jedoch dominanter als die andere.

Sie demonstrierten, dass die Hemisphärendominanz von Person zu Person unterschiedlich ist und nur mittels Hirnbildgebung feststellbar ist mehr lesen.

1997

Vom Schlaganfall zur Dysphagie

Anhand der Karte, die zeigte, welche Hirnbereiche für die Schlucksteuerung maßgeblich sind, erforschte Prof. Dr. Hamdy, warum bei bestimmten Personen eine Dysphagie nach einem Schlaganfall auftrat und bei anderen nicht.

Dabei stellte er Folgendes fest: Wenn jene Hirnseite beim Schlaganfall betroffen ist, die für die Schlucksteuerung dominant ist, dann tritt höchstwahrscheinlich eine Dysphagie auf.

Ist die andere Seite betroffen, leidet der Patient höchstwahrscheinlich nicht unter Schluckproblemen mehr lesen.

1998

Funktionelle Reorganisation

Als Nächstes galt es zu verstehen, warum bei einigen Personen die Schluckfunktion nach einem Schlaganfall wiederhergestellt wurde und bei anderen nicht.

Bei jenen Personen, die sich von der Dysphagie nach einem Schlaganfall erholten, wurde die Schlucksteuerung durch funktionelle Reorganisation auf die intakte Hirnseite übertragen.

Diese funktionelle Reorganisation fand bei Patienten, die ihre Schluckfunktion nicht wiedererlangten, nicht statt mehr lesen.

2002

Nachweisliche Verbesserung der Steuerung durch Stimulation

Pharyngeale elektrische Stimulation (PES) nach präzisen Parametern kann eine kortikale Reorganisation auslösen, die zu einer verbesserten Schluckleistung führt.

Diese Forschungsergebnisse führten zur Entdeckung eines direkten Zusammenhangs zwischen Stimulation, kortikaler Erregbarkeit und Verbesserung der Schluckfunktion mehr lesen.

2007

Vermarktung

Gemeinsam mit Dr. Conor Mulrooney gründete Prof. Dr. Hamdy 2007 Phagenesis Limited als Ableger der Universität Manchester.

2010

Klinisch erwiesene Behandlung

Ein Behandlungsplan mit 10-minütiger Stimulation 1 x täglich an 3 aufeinanderfolgenden Tagen und mit individuell angepasster Intensität stellte sich als optimal heraus.

Es wurde eine randomisierte kontrollierte Studie durchgeführt, die bewies, dass die Behandlung nicht nur die Schluckleistung drastisch verbesserte und das Aspirationsrisiko minimierte, sondern die behandelten Patienten zudem im Durchschnitt 5 Tage früher aus dem Krankenhaus entlassen werden konnten als die (unbehandelte) Kontrollgruppe mehr lesen.

2012

Phagenyx® kommt auf den Markt

Im Juli 2012 erhielten wir das CE-Zeichen für Phagenyx® und mit der Markteinführung im Oktober dieses Jahres geht eine Reise zu Ende, die Dr. Hamdy, nun Professor für Neurogastroenterologie, vor nahezu zwei Jahrzehnten begann.

Mit der Markteinführung wurde seine Entdeckung zu medizinischer Praxis. Auch heute bleiben wir mit unserer Einrichtung im Manchester Science Park, im Herzen der Wissensökonomie von Manchester, unseren Wurzeln treu.

Phagenyx® bietet eine einzigartige Lösung zur Behandlung der Ursache von Dysphagie durch die Wiederherstellung der neurologischen Schlucksteuerung.

2013-2014

Positive Ergebnisse für chronisch neurogene dysphagische Patienten

Eine unabhängige Studie zeigte einen statistisch signifikanten Nutzen der pharyngealen elektrischen Stimulation bei Patienten mit chronischer Dysphagie aufgrund einer neurodegenerativen Erkrankung (Multiple Sklerose) mehr lesen.

Eine Pilotstudie zeigte positive kortikale und klinische Veränderungen in Schlaganfall-Patienten nach Behandlung mit pharyngealer elektrischer Stimulation, auch wenn erhebliche Zeit seit dem Schlaganfall vergangen ist mehr lesen.

2015

Signifikante Vorteile für tracheotomierte Schlaganfallpatienten

Eine monozentrische, doppelblinde, randomisiert kontrollierte Studie erwies eine 3,75 x höhere Wahrscheinlichkeit, dass tracheotomierte Post-Schlaganfall-Patienten mit initial anhaltender schwerwiegender Dysphagie, die eine Dekannulierung ausgeschlossen hat, nach pharyngealer elektrischer Stimulation erfolgreich dekannuliert werden konnten mehr lesen.

2016

Zusätzliche Forschung für Dysphagie-Schlaganfall-Patienten

Eine multizentrische, internationale, randomisierte klinische Studie zeigte positive Ergebnisse für dysphagische Schlaganfallpatienten, allerdings bei gleichzeitiger ähnlicher Verbesserung der Kontrollgruppe. Es wurden keine schwerwiegenden unerwünschten Ereignisse im Zusammenhang mit der pharyngealen elektrischen Stimulation beobachtet. Die Meta-Analyse, die diese Studie inkludiert, zeigt die positive Wirkung der pharyngealen elektrischen Stimulation auf radiologisch diagnostizierte Aspiration und klinische Dysphagie mehr lesen.

Healthcare worker checking man's throat

2017

Innovation setzt mit der Einführung der Phagenyx® Katheter verbesserte Version fort

Wir sind bestrebt, das Leben der Menschen mit Dysphagie zu verwandeln, indem wir 2017 unsere neue verbesserte Version des Phagenyx® Katheters starten.

Es ist das Ergebnis unserer kontinuierlichen Arbeit, um die Lieferung unserer Behandlung zu erleichtern und die Wirksamkeit und Sicherheit unseres Gerätes zu erhalten.

Die entscheidenden Vorteile des neuen Phageny x® Katheters sind die sichere Einfügung und Platzierung sowohl der Behandlungs- als auch der Fütterungsteile, eine bessere Fixierung des Katheters, eine schnelle und bequeme Lösung bei nasogastrischer Röhrenblockierung.

2018

Signifikante Vorteile und bessere Ergebnisse für tracheotomierte Schlaganfallpatienten mit Dysphagie

Ergebnisse aus multizentrischen randomisierten kontrollierten Studien zeigen, dass die Phagenyx-Behandlung die Zahl der schwer dysphagischen tracheotomisierten Schlaganfallpatienten um das fünffache erhöht, da sie bereit sind für die Dekanulierung ohne schwerwiegende unerwünschte Ereignisse mehr lesen. Es auch:

  • Verbessert Atemwegsschutz und Schluckfunktion
  • Führt zu 40% höheren Dekanulierungsraten und keiner Rekanulation (1. Behandlungsrunde)
  • Fügt bei 27% der Erstbefrager die Bereitschaft zur Dekanulierung hinzu (2. Behandlungsrunde)
  • Reduziert die Aufenthaltsdauer im Krankenhaus um 22 Tage für Responder